Mieczyslaw Koscielniak - official site
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Mieczyslaw Koscielniak war ein begabter polnischer Maler, Graphiker und Zeichner. Den Kunstgenossern ist er gut bekannt. Den in seinem Kunstweg weniger Eingeweihten schlagen wir vor, die Biographie von Koscielniak zu lesen.

Mit dem Leben von Mieczyslaw Koscialniak k÷nnte man mehrere Menschen bescheren. Seine reiche und vielfńltige Kunst faszinierte nicht nur Kunsthistoriker, KŘnstler und Intellekutelle sondern auch Priester, Politiker, Generale. Das Schicksal stellte ihn in einer Reihe mit dem St. Maksymilian Kolbe, Papst Johannes Paul dem II., General Eisenhower, Schriftsteller Michal Rusinek, Grafen Mycielski, den Hoolywoodstars und demŘtigten Hńftligen aus drei Konzentartionslagern. Tausende Treffen mit den Leuten von eigenen Weltanschauungen beeinflusste die Kunstbiographie des immerhin nach der Wahrheit Řber die Tatsache des menschlichen Daseins suchenden Menschen. Die Wanderung von Koscielniak begann in Kalisz ľ in der Stadt, die ihn fŘr seinen EhrenbŘrger anerkannt hatte. Mieczyslw Koscielniak ist am 29. Januar 1912 in der Bahnfamilie geboren.
Schon im Gymnasium ist sein grosses Talent ins Licht gekommen, seine Arbeiten wurden schon oft ausgestellt. Er illustriete die Werke der grossen Klassiker, portrńtierte die Grundbesitzer. Er studierte an der Krakauer Kunstakademie, in dem Atelier des hervorragenden polnischen Malers, Prof. Jozef Mehoffer, des SchŘlers von Jan Matejko, wo er sich bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges kŘnstlerisch entwickelte. Als es sich schien, dass er auf den Weg der kŘnstlerischen Entfaltung gekommen wńre, wurden seine Plńne durch den II. Weltkrieg zerst÷rt.
Er wurde im Februar 1941 verhaftet und danach in den Konzentrationslager in Auschwitz untergebracht. In Auschwitz erhielt er die Lagernummer 15261. Er wurde zu der Geheimorganisation auf dem Gebiet des Lagers verwickelt. Er arbeitete in unterschiedlichen Kommandos. Dank seiner Freunde, ─rzte, die ihn als Sanitńter beschńftigten, wurde er zweimal vor dem Tode geschŘtzt. Sein Talent, das die Deutschen hoch einschńtzen, rettete ihn auch.
Tńglich versuchte er, indem er mit dem menschlichen Leiden zu tun hat, diese entsetzende Wirklichkeit zu schildern. Bewusst der Entsetzung beschloss er mit der Hilfe seiner konspirativen Freunde seine Arbeiten mit der Bef÷rderung der schmutzigen Wńsche ausserhalb des Lagers zu schmuggeln. 300 erschŘtternde Zeichnungen sind entstanden (jetzt in der Sammlung der Auschwitz' Museum). Im KZ Lager befreundete er sich mit Maksymilian Kolbe.
Im Jahre 1971, wńhrend des feierlichen Endes der Beatifikationsprozesses, an der er als einer der zwei Zeugen anwesend war, Řberreichte er dem Papst Paul des IV. seine Arbeiten.

Am 6. Mai 1945 kam die Befreiung. Der entkrńftete Hńftling ging in die amerikanische Armee von Gen. Patton. Nach dem Ende der Kriegshandlugen kńmpfte er mit SS-Gruppen, die sich in den Alpen versteckten. Verletzt landete er in das Feldlazarett, wo er als der Genesende u.a. Portrńts von Gen. Patton und amerikanischen Offizieren malte. (Heutzutage in dem Museum in Konx). Der General Patton schlug dem KŘnstler die amerikanische Staatsangeh÷rigkeit vor, dank deren die gute materielle Existenz gesichert wńre. Der KŘnstler kam jedoch nach Polen zurŘck, in das vernichtete und mit dem Krieg verwŘstete Land. Er liess sich dauerhaft in Warschau nieder, arbeitete zuerst als ein Expert in der Hauptkommission fŘr Nazigewaltuntersuchung. Als in Auschwitz das Museum entstand, geh÷rte er zu dem Kreis seiner GrŘnder. (Bis heute seine Kollektion von 500 Zeichnungen, die hinter den Drathen geschaffen wurden, sind die erschŘtterndsten Unterlagen der Nazigewalt. Sie sind die am hńufigsten auf der Welt ausgestellten Museumsexponate.)
Er arbeitete kŘnstlerisch, kehrte zu seinen wissenschaftlichen Interessen zurŘck, also den Philosophie- und ─gyptologiestudien, machte sich mit der Keilschrift und der hebraischen Schrift vertraut, interessierte sich fŘr die Religionsgeschichte. Ausser der Malerei liebte er auch die Reisen nach ─gypten und in andere Weltregionen. Am hńufigsten kreiste er um das Mittelmeer herum. Er unternahm als Illustrierter, Zeichner, Jurnalist mit unterschiedlichen Verlags und Zeitschriften u.a.: „swiat Mlodych”, „Kalejdoskop Techniki” die Mitarbeit, mit dennen er bis zum Ende seines Lebens mitarbeitete. Er illustrierte klassische Werke, ca. 150 BŘcher, Kinderenzyklopńdie, historische Werke sowie SchulbŘcher fŘr die Geschichte. Er schuf u.a. Illustrationen fŘr die Meisterwerke der Weltliteratur „ Ilias”, „Odyssee”, „Griechische Mythen”, „Bibel”, „Faust”, Konrad Wallenrod”, „Pharao”, fŘr die er mit dem Orden der Volksschulbildung, dem Goldenen Verdienstkreuz fŘr die Kunstarbeit , mit dem Orden im Dienst des Polnischen Schulwesens sowie mit der Goldenen Platte fŘr Aufnahme der Erinnerungen an das Martyrium von St. M. Kolbe preisgekr÷nt wurde.

Im Jahre 1979 zog er nach Ustka und dann nach Slupsk um. Zu dieser Zeit entstanden viele hervorragende Kunstwerke. Es werden individuelle Ausstellungen in dem Sitz der Union der Vereinten Staaten in New York, Tokio, Frankfurt am Main veranstaltet. FŘr Koscielniak interessierten sich sehr westdeutsche Organisationen, die nach der Vers÷hnung und dem Ausgleich der Kreigsleiden strebten, „ Zeichen der Hoffnung”, „Maksymilian Kolbe Werke”.
Koscielniak wurde das Ehrenmitglied von PEN-CLUB. Im Jahre 1980 wurde er auf den Antrag der polnischen und auslńndischen Schriftsteller als einer der unzńhligen Polen zu den Elitekreis der Intelektuellen eingeladen, die den Verein der Europńischen Kultur (SEC) bildeten. Im Brief an die Schwester ľ Jolanta beschrieb er diese Tatsache folgenderweise:

     „Ich wŘrde nie annehmen, dass ich zusammen mit der belgischen K÷nigin, dem Italiens Prńsidenten oder der Tschechoslowakei Prńsidenten ... Vittorio de Sica oder Picasso... oder B. Polewoj zu einem Verein geh÷ren wŘrde...”.

Koscielniak vergass Slupsk und Ustka auch nicht, wo er seine Arbeiten zeigte. In Slupsk fanden 11 Ausstellungen und 3 in Ustka statt. FŘr seine kŘnstleriche Tńtigkeit und fŘr besondere Leistungen in der Entwicklung und Verbreitung der Kultur in der Slupsker Woiwodschaft erhielt er zweimal den Preis des Slupsker Woiwoden.
Im Jahre 1989 zog er mit der Familie nach Slupsk um, wo er trotz seiner schweren Krankheit stńndig die Kunstwerke schuf. Weiter pflegte er die Kontakte mit der jungen Generation der KŘnstler ľ er wurde ihr Schulmeister in der Suche nach der Antwort auf der Frage ľ wer der Mensch ist und was fŘr einen Sinn sein Leben hat?



Am 5. Mńrz 1993 starb der schwer kranke KŘnstler im Alter von 81 Jahren ľ gemńss seines Willens wurde er auf dem Friedhof in Ustka beigesetzt.
Die Bewohner der Stadt Ustka nannten eine der Strassen mit seinem Namen, um ihn zu ehren.
M. Koscielniak war ein BŘrger der Welt. Seine Arbeiten kann man in verschiedenen Weltwinkeln treffen: im Warschauer Museum, im Londoner K÷nigskriegsmuseum, im New Yorker Sitz der Union der Vereinten Nationen, in den Museen von Jerusalem, Vatikan, Tokio, Montreal, Berlin. Das Schaffen des KŘnstlers schńtzten hoch die Japaner ein, die die sch÷nsten Alben seiner Reproduktionen ver÷ffentlichten, einen Biographiefilm drehten und die Gestalt von Koscielniak in die SchulbŘcher einfuhren.